Neuauflage im Neusatz

dfi06 Daney2

Serge Daney
Von der Welt ins Bild

 Augenzeugenberichte eines Cinephilen

Hg. von Christa Blümlinger
Aus dem Französischen von Christa Blümlinger, Dieter Hornig und Silvia Ronelt

Berlin 2000, 2016 280 Seiten, € 24,-

ISBN 978-3-930916-26-9 wieder neu aufgelegt

Serge Daney (1944 – 1992) wird wieder neu gelesen: jetzt auch in den Diskursen der Medien- und Videokunst. Daney wuchs mit der Pariser Filmkultur der 50er Jahre auf. Der cine-fils („Kinosohn“), wie Godard den jüngeren Daney und dieser sich selbst gerne nannte, setzte später die von den Autoren des Nouvelle Vague geprägte Tradition der Kritik in verschiedensten Medien - auch dem Fernsehen und Video - fort, nicht ohne neue Maßstäbe für das Denken der Bilder zu setzen: als Chefredakteur der Cahiers du cinèma in den 70er Jahren, als Filmkritiker und Kolumnist der Tageszeitung Libération in den 80er Jahren, schließlich Anfang der 90er Jahre durch die Gründung der wegweisenden Filmzeitschrift Trafic. Heute gilt Daney als einer der bedeutendsten Kritiker seiner Generation. In seinen Essays und Kritiken verbindet sich eine profunde Kenntnis der Film- und Fernsehkultur, ihrer Ästhethik und spezifischen Medialität mit politischen Fragestellungen.

Inhalt u.a.

  • Zehn Kinojahre, sechs Fluchlinien (1987)
  • Die Nouvelle Vague überleben (1984)
  • Tagebuch des neuen Jahres (1992)
  • Für eine Kino-Demographie (1988)
  • Der Ton (Sie), Das Bild (Er) / Die Stimme (Sie), Das Auge (Er) (1976)
  • MUR MURS und DOCUMENTEUR von Agnès Varda (1982)
  • Auf der Suche nach Artur Pelesjan (1983)
  • Pialat im Auge des Zyklons (1983)
  • Jean-Luc liebt Carmen (1984)
  • Das Paradox von Godard (1986)
  • Bilderleidenschaft (1983)
  • Was bleibt uns zu sehen? (1989)
  • Die Liebe zum Kino (1992)
  • Medium und Bote (1987)
  • Tele-Möbius (1990)
  • Vermarktung des Individuums und Auslöschen der Erfahrung (1992)
  • Pausenfüller (1981)
  • Das amerikanische Doku-Drama (1981)
  • Der Markt der Lokalnachrichten (1989)
  • Kind sucht Bad (1991)
  • Der Passant (1989)
  • Die Kraftprobe zwischen Rahmen und Bewegung (1986)
  • Die letzte Versuchung der "Toons" (1988)
  • Das letzte Bild (1990)

 Ein repräsentativer Überblick über die thematische Bandbreite Daneys ...”
(Der Standard)

„Von der Welt ins Bild' präsentiert sich als ein Prisma von ergriffenen Gelegenheiten, genau hinzusehen, und dem Gesehenen und Gehörten mit ebensoviel Phantasie wie Weitsicht nachzudenken.
(www.titel-magazin.de)

"Was verbindet Heidegger, Hitchcock und Trash-TV? Als Filmkritiker bei den 'Cahiers du Cinéma' und 'Liberation' machte Serge Daney das Querdenken zur Methode. Unter dem Titel 'Von der Welt ins Bild' erscheint erstmals eine Textauswahl auf Deutsch" 
(die tagesezeitung, 1. März 2001, Rainer Gansera)

"... Das Schönste an den beiden Büchern aber ist die Großzügigkeit und Unabhängigkeit des Denkens, die auf jeder Seite zu spüren sind ... Für Daney war das Kino keine Philologie, auch kein Tempel der Kunst, sondern ein einzigartiges historisches Wahrnehmungsmittel ...
(Frankfurter Rundschau, 3. Mai 2001, Peter Körte)

 

Veranstaltungsankündigung

Kraftfelder

30.11 - 2.12.2017 in Köln

2017 will LaDOC unter dem Begriff
Kraftfelder über die Strahlkraft künstlerischer Impulse nachdenken. Dabei geht es sowohl um individuelle Positionen, als auch um konkrete Arbeitszusammenhänge, Projekte und Netzwerke.

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Ankündigung

Ein Jahrhundert Ophüls – Filmgeschichte von Max Ophüls bis Marcel Ophüls

Symposium vom 13. -17. November 2017 in der FH Dortmund und der KHM Köln

Max Ophüls und Marcel Ophüls - Vater und Sohn - zählen zu den großen international anerkannten Filmregisseuren des deutschen, französischen und amerikanischen Kinos im 20. Jahrhundert.

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Ankündigung

DOKFENSTER KÖLN 2017

12 x Dokumentarfilm für Kölner Schulklassen
Montag, 20. November bis Freitag, 24. November 2017
im Kino Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln (Haltestelle U- und S-Bahn Hansaring / U-Bahn Ebertplatz)

Programmflyer

Das DOKFENSTER KÖLN öffnet innerhalb des Kinderfilmfests CINEPÄNZ wieder ein Fenster mit dokumentarischen Filmen und lädt Kölner Schulklassen ins Kino ein.

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Neuerscheinung Band 20,
Texte zum Dokumentarfilm

Sichtbar machen.
Politiken des Dokumentarfilms

 

"Der Film zeigt nicht nur Bilder, er umgibt sie auch mit einer Welt." Gilles Deleuze zufolge zeigt sich das Verhältnis von Bild und Welt vielgestaltig. Dieser Heterogenität entsprechend lassen sich die dokumentarischen Formen des Sichtbarmachens deuten. Zum Kernbestand dokumentarischer Ästhetik wie dokumentarischer Politik gehört es, Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie zuvor fehlte.

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Audio-Dokumentation

Das NRW-Filmerbe

Neben dem Abschlussbericht dokumentieren wir das dfi-Symposium zum NRW-Filmerbe mit Tonaufnahmen der Vorträge und Panels.

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