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Filmrecherche

"Etwas wird sichtbar ... Schule und Bildung im Dokumentarfilm"

Filmrecherche

Seit 2001 sind mehr als 30 Dokumentarfilme zum Thema Schule und Bildung entstanden. Pisaschock und die Erkenntnis, dass Bildung mehr denn je für die gesellschaftlichen Chancen von Kindern und Jugendlichen relevant ist, haben DokumentarfilmerInnen, Studierende der Filmhochschulen und Fernsehsender zur Produktion motiviert. Insgesamt zeigen die Filme unterschiedliche Handschriften und thematische Erschließungen und geben damit Auskunft über die visuellen Möglichkeiten der Annäherung an das Thema.

Die Filme sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt; zuerst werden die aktuellen Filme ab 2001 aufgeführt – zunächst die deutschen, dann internationale Produktionen; am Ende der Liste finden sich einige Filme, die bis zum Jahr 2000 entstanden sind.

Die Liste wurde erstellt anlässlich der dfi-Tagung
„Etwas wird sichtbar… Schule und Bildung im Dokumentarfilm“,
27. – 29. Mai 2010, Filmforum NRW, Köln

Recherche: Betty Schiel / Petra Schmitz

- Stand Ende Mai 2010 -

Deutsche Filme ab dem Jahr 2000/01

Amok in der Schule (aka Schrei nach Veränderung)

D 2004, 89 min., Regie: Thomas Schadt, Knut Beulich
Am 26. April 2002 ging der vom Erfurter Gutenberg-Gymnasium verwiesene Schüler Robert Steinhäuser mit zwei Schusswaffen in seine ehemalige Schule und erschoss sechzehn Menschen, darunter zwölf Lehrer. Anschließend richtete er sich selbst. Über ein Jahr nach der Tat begleiten die Filmemacher einige Menschen, die von dem Ereignis berührt oder verletzt wurden. Neben Angehörigen der Opfer kommen die Eltern und der Bruder des Täters sowie dessen langjährige Klassenlehrerin zu Wort. In besonderem Maße widmen sich die Regisseure einer Schülerinitiative, die sich direkt nach der Tat in Erfurt zusammenfand und wöchentlich trifft, um die gesellschaftlichen Probleme des deutschen Bildungssystems aus dem eigenen Schulalltag heraus zu benennen.
[Kontakt: Odyssee Film]

Aus Erfahrung klug

D 2005, 50 min., Regie: Heide Breitel
Die Ferdinand-Freiligrath-Schule in Berlin Kreuzberg arbeitet seit den 90er Jahre mit einem neuen Konzept. Im Projekt „KidS – Kreativität in der Schule“ kommen „Dritte“, Menschen aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen in die Schule. Sie erarbeiten in „Arenen“ mit den Lehrern und Schülern ihre Sachgebiete und zwar Fächer- und Jahrgangsübergreifend.
Eine gelungene menschliche Beziehung, davon geht die Schulleiterin aus, ist die Voraussetzung für die Entwicklung sozialer Kompetenz, für Motivation und Kreativität. Die „Dritten“, das ist an jeder Stelle des Films zu beobachten, bringen die echte Welt in die Schule und die Kinder machen begeistert Erfahrungen, die ihr Selbstbewusstsein stärken und das Lernklima verbessern.
Der Gehirnforscher Prof. G. Hüther begleitet „KidS“ mit der Fragen: Wie lernt man? Wie verliert man die Lust am Lernen? Was macht Kinder stark oder schwach? Wie gewinnt man innere Haltungen und Einsichten?
[ARTE – Ausstrahlung innerhalb des Themenabends „Lernen könnte so schön sein!“]

Beruf: Lehrer

D 2006, 89 min., Regie: Wilma Pradetto, Buch: Thomas Schadt / Wilma Pradetto
Im Mittelpunkt des Films stehen sechs Lehrerinnen und Lehrer an der Tulla-Realschule in Mannheim. Einige stehen am Anfang ihres Berufslebens, andere unterrichten bereits seit 30 Jahren. Die Kamera begleitet sie auf ihrem Weg vom Lehrer- ins Klassenzimmer, zeigt sie bei ihrer Arbeit im Unterricht, in den Pausen, bei Noten- und Lehrerkonferenzen sowie bei Konfliktgesprächen mit den Schülern. Sie alle erzählen sehr persönlich von ihrem Beruf. Wie es sich mit dem schlechten Lehrerimage lebt, wie man sich fit macht für den täglichen Auftritt vor den Schülern, wie man sich Respekt verschafft, den Umgang mit Konflikten, Ängsten und Überforderungen, den alltäglichen schulischen Ereignissen und Abläufen. Der Zuschauer erfährt von den alltäglichen Arbeitsbelastungen eines in der Öffentlichkeit oft unterschätzten und mit Klischees behafteten Berufs. Er erhält darüber hinaus eine Vorstellung davon, wie schnell und aus welchen Gründen aus einer Vielzahl scheinbar kleiner Konfliktsituationen jene Gewaltbereitschaft entstehen kann, die die Diskussion in Deutschland ebenfalls bestimmt.
[Kontakt: Odyssee Film]

Da kann noch viel passieren

D 2008, 89 min., Regie: Calle Overweg
Die 13-jährige Nadine prüft ihre Frisur. „Doof geboren, nichts dazugelernt!“, so kommentiert sie ihren Wechsel von der Grund- zur kombinierten Haupt- und Realschule. Oleg hat Angst, im neuen Schuljahr „wieder alles zu vermasseln“. Viel lieber spielt er Schlagzeug. Paul bügelt vor dem großen Tag noch einmal seine Jeans. Er vermisst seinen Vater, der als Berufssoldat dient. Und Mustafa hadert mit seiner Deutschschwäche. Alle vier stellen sich die gleichen Fragen: Wie wird es weitergehen? Werden die Lehrer in Ordnung sein? Und wer sind die neuen Mitschüler? Sehr persönlich führen die Kinder den Zuschauer in die zahllosen Schwierigkeiten ein, die einem unbeschwerten Wissenserwerb oft im Wege stehen. Ein Plädoyer für eine längst totgesagte Schulform.
[Kontakt: www.kaenguruh-film.de]

Das Jahr der Entscheidung – wenn Kinder ihr Bestes geben

D 2009, 45 Min., Regie: Maike Conway
Sie sind zehn Jahre alt und seit vier Jahren in einer Grundschule. Dann trennen sich ihre Wege. Es fällt die Entscheidung, ob der Übertritt in ein Gymnasium, eine Realschule oder die Hauptschule erfolgt. „37 Grad“ begleitet vier Kinder ein Jahr lang und beobachtet, welchen Stress, welche Ängste und Sorgen sie in der vierten Klasse haben, bevor sie den unterschiedlichen Schulsystemen zugeteilt werden. Werden Anna, Alina, Jean Paul und Noah den Sprung auf ihre „Wunschschule“ schaffen?
[ZDF, Programmschwerpunkt „Klasse ’09“]

Das Türkengymnasium

D 2008, 75 min., Regie: Mouhcine El Ghomri
Die BIL-Privatschule liegt in Cannstadt in Baden-Württemberg. Filmautor El Ghomri begleitete ein Schuljahr lang den Unterricht und das Zusammenleben in zwei Klassen. An der Schule sind 160 Schüler, die meisten stammen aus Einwandererfamilien. Sie lieben klare Regeln: Es wird Deutsch gesprochen, auf Benimm wird geachtet und individuelle Förderung wird großgeschrieben.
[Ein Film aus der vierteiligen Dokumentarfilmreihe „Heimat“, SWR]

Der Anfang

D 2007, 60 min., Regie: Axel Kalhorn
Junge Einwanderer bringen die Kultur ihrer Heimat und viele Träume mit. In einer
besonderen Berufsschule sollen sie auf das Leben in Deutschland vorbereitet werden.
[Kontakt: post (at) blauewiese.de]

Der Die Das (aka Kleine Stolpersteine)

D 2008, 92 min., Regie: Sophie Narr
Sanita schleicht sich mal wieder verschlafen und viel zu spät zur Tür herein. Sie setzt sich neben Bright, der seinen Kopf in den verschränkten Armen versteckt, als wäre er dann unsichtbar. Laethicia rückt ratlos ihre Plastikkrone zurecht und starrt auf den Rechenschieber, während Fuat lieber von einer Autofahrt mit seinem Vater träumt.
Bright, Sanita, Laethicia und Fuat leben in Berlin und haben das gleiche Problem – sie sind Schulanfänger. Denn egal ob nigerianisch, bosnisch, deutsch oder türkisch, zur Schule gehen heißt für die 6 bis 8-Jährigen die tägliche Konfrontation mit dem Gefühl, anders zu sein. Aber für Emotionen gibt es im vollen Klassenzimmer keinen Platz. Alltag ist ein einsamer Kampf um Anpassung und Leistung, der seine Ventile sucht. Wer kriegt eine Chance und wer bleibt Außen vor? - eine Reise zurück in die Kindheit.
[Kontakt: HFF Potsdam Konrad Wolf]

Die Deutschstunde

D 2007, 90 min., Regie: Theo Teucher,
Berlin Kreuzberg, ein Gymnasium: Olivia liebt Literatur, schreibt Gedichte, spielt Theater. Ein Jahr lang haben sie und ihre MitschülerInnen ein Stück einstudiert. In zwei Tagen ist Premiere. Doch Olivia hat keine Lust mehr. Sie weigert sich aufzutreten. Ihr Abitur hat sie in der Tasche, die verantwortliche Lehrerin Inge Sewig hat ihr nichts mehr zu sagen. Olivia bringt einige andere SchülerInnen auf ihre Seite – die Aufführung platzt. Für Inge Sewig eine Tragödie – und das Ende einer Utopie. Der Filmemacher Theo Teucher hat den Deutschunterricht an der Robert-Koch- Oberschule in Berlin Kreuzberg von 2003 bis 2006 begleitet. Teuchers Langzeitbeobachtung an dem Gymnasium, in dem 91 Prozent der Schüler einen Migrations-Hintergrund haben, erzählt von den Dramen und den kleinen Erfolgen im Deutschunterricht: vom alltäglichen Scheitern, aber auch von ungebrochenem Idealismus. Im Zentrum des Films stehen Schüler, die in dieser Zeit die Oberstufe besuchten, sowie die beiden Deutschlehrer Inge Sewig und Rolf-Peter Müller.
[Kontakt: info (at) deutschstunde.org]

Die Hartz IV-Schule

D 2007, 45 min,. Regie: Eva Müller
An der Fröbelschule in Wattenscheid kennen sich die Kinder besser aus mit Hartz IV als mit Geometrie. Zwei Drittel der Eltern leben von Arbeitslosengeld, 2006 haben nur zwei Schüler aus dem Abschlussjahrgang eine Lehrstelle bekommen. Daraus hat der Schulleiter jetzt eine Konsequenz gezogen: Er bereitet die Schüler auf das vor, was sie nach der Schule erwartet – die Arbeitslosigkeit.
[Ausstrahlung im WDR- Fernsehen auf dem Sendeplatz „die story“]

Die Kinder von der Stohrenschule

D 2008, 90 min. Regie: Harold Woetzel
Hoch oben auf dem Stohren, auf 1.000 Metern im Südschwarzwald, vollzieht sich der Wechsel der Jahreszeiten in atemberaubender Schönheit. Hier oben gibt es noch eine der letzten Zwergschulen in Baden-Württemberg: Vier Schulklassen in einem einzigen Raum, eine ganze Grundschule also. Rektor Benno Kroschel unterrichtet die Kinder selbst, zusammen mit seiner einzigen Lehrkraft, seiner Frau Renate. Ein ganzes Schuljahr lang begleitet die Dokumentation die Kinder von der Stohrenschule: Bei der Weihnachtsfeier, beim Musizieren und Theaterspielen, bei einem Waldgang mit dem Förster, im Schulgarten bei der Ernte, aber auch in der Freizeit, zuhause auf den Höfen, im Stall und auf dem Heuboden.
[Ein Film aus der vierteiligen Dokumentarfilmreihe „Heimat“, SWR]

DIENSTAG und ein bisschen Mittwoch

D 2007, 40 min., Regie: Susanne Mi-Son Quester
Ein Film über den Schulalltag eines Mädchens in Südkorea. Die Protagonistin Suzie ist 17 und möchte Manga-Zeichnerin werden. Sie besucht ein musisches Gymnasium in Seoul. Der Film protokolliert Stunde für Stunde, wie dieser Tag abläuft. Aber das Wichtige ist das, was dazwischen passiert.
[Kontakt: mail (at) mandarinenfilm.de]

Ednas Tag

D 2009, 20 min., Regie: Bernd Sahling
Edna ist neu in der Klasse und erst seit kurzem in Deutschland. Der Schulunterricht in der fremden Sprache fällt ihr noch schwer. Sie sitzt in der letzten Reihe an einem Extratisch - manchmal vergisst die Klasse, dass da noch ein bosnisches Mädchen ist. Manchmal vergisst auch Edna, dass da noch eine Klasse ist. Aber immer öfter macht Edna sich bemerkbar.
Der Film entstand im Rahmen von „dok you“ – Ein Projekt zur Produktion und Rezeption von Kinderdokumentarfilmen.
[Kontakt: www.blinkerfilm.de]

Einsame Klasse. Zwei Deutsche im britischen Internat

D 2009, 44 min, Regie: Thorsten Eppert
Sie wurden auf Leistung getrimmt, mehr als 1.000 Kilometer von ihren Familien entfernt: die beiden Teenager Philip und Andi kehrten vor drei Jahren ihren deutschen Schulen den Rücken und gingen nach Großbritannien. Es sollte eine Erfahrung werden und der Turbostart in eine berufliche Karriere – vielleicht einmal nach ganz oben.
[ZDF, Programmschwerpunkt „Klasse ’09“]

Es war einmal ein Zebra

D 2009, 53 min., Regie: Gerburg Rohde-Dahl
Seit 2002 erprobt die Lenau-Grundschule in Berlin-Kreuzberg eine LESEKULTUR als Bestandteil ihres Schulalltags. Die Schule liegt in einem sozialen Brennpunkt, die meisten Schüler haben einen Migrationshintergrund. Es geht in der LESEKULTUR um weit mehr als "nur" um den Spaß am Lesen: Die Beschäftigung mit den Büchern mündet in eigene Kreativität und eigenes Handeln. Die Kinder erwerben über das Lesen ihren persönlichen Blick auf die Welt und schaffen als sich entwickelnde und wachsende Persönlichkeiten eigene kulturelle Beiträge. Dieses Konzept berücksichtigt die Heterogenität von Lerngruppen in einer globalisierten Gesellschaft, es setzt an den Stärken aller Kinder an und eignet sich somit für Grundschüler aus allen sozialen Schichten. Die Dokumentarfilmerin Gerburg Rohde-Dahl hat Schüler, LehrerInnen, ErzieherInnen, LesepatInnen und Eltern der Lenau-Schule über ein Jahr lang von 2007 bis Ende 2008 begleitet. Der Film stellt für die Weiterbildung von Lehrern und Erziehern - oft aus dem Blick der Kinder - die zahlreichen Formen und Methoden der LESEKULTUR vor.
[Kontakt: www.eswareinmaleinzebra.de; www.lenau.net]

First Class Students

D 2009, 74 min., Regie: Michaela Krause
Warum gehen Menschen oft bis an die Grenzen Ihrer Leistungsfähigkeit und sogar darüber hinaus? Dieser Dokumentarfilm führt an einen Ort, an dem dies in besonderem Maße geschieht: Die Elite-Universität Yale in den USA: Abiturient Omas aus Neuss ist als einziger Deutscher seines Jahrgangs von Yale angenommen worden. Doch als „Freshman“ ist er mit seinen Talenten nicht mehr allein.
Die Musikwissenschaftlerin Yoon-Jee kämpft auch in ihrem letzten Studienjahr noch mit ihrem Ehrgeiz. Psychologiestudent Mike hingegen hat es in die „Whiffenpoofs“ geschafft, den privilegierten A-cappella-Chor. Die Filmemacherin, selbst Yale-Absolventin, hat die drei Elite- Studenten über ein akademisches Jahr hinweg begleitet.
[Kontakt: Filmakademie Baden-Württemberg]

Freundschaftsspiel 1:0 für Nadja und Joanne

D 2007, 28 min., Regie: Katrin Eissing
Die Reinhold-Burger-Oberschule (Hauptschule) und das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Berlin-Pankow liegen unmittelbar nebeneinander. Die Kinder und Jugendlichen beider Schule nutzen dieselbe Sporthalle. Auf dem Weg zum Sportunterricht überqueren die Gymnasiasten den Hof der Hauptschule. Regelmäßig kommt es dabei zu heftigen Streitereien und Handgreiflichkeiten. Drei Schülerinnen der beiden Schulen wollen dagegen vorgehen. Sie vereinbaren längst fällige Treffen zwischen Lehrern und Schülern, schieben Gespräche an und organisieren ein Fussballturnier.
[aus der Reihe „Fortsetzung folgt“, RBB]

Jedem Kind ein Instrument – Vier Töne in einem Jahr

D 2009, 89 min., Regie: Oliver Rauch
Motomu aus Bochum, Joana und Esragül aus Herne und Kerem aus Duisburg  sind "JeKi"-Kinder. Grundschüler, die bei dem einzigartigen musikalischen Programm „Jedem Kind ein Instrument“ mitmachen, das bald über 200.000 Kinder im Ruhrgebiet erreichen soll.
Vor sechs Jahren startete an der Bochumer Musikschule das Projekt mit der Absicht allen Schülern in der ersten Klasse einen spielerischen Zugang zur Musik zu ermöglichen. Im zweiten Schuljahr dürfen sich die Kinder dann ein Instrument aussuchen, das sie für die nächsten drei Jahre als Dauerleihgabe anvertraut bekommen - ein kreativer Freiraum und ein Angebot, das in seiner umfassenden und grundsätzlichen Förderung für alle Kinder ohne Beispiel in Deutschland ist.
Der Film portraitiert das ehrgeizige Projekt von dem Moment an, wo JEKI auf das ganze Ruhrgebiet ausgeweitet wird, bis Anfang 2010. Über ein Jahr begleitet der Film die 4 Schüler und Schülerinnen in ihren Klassen, beim Musikunterricht und auch in ihrem Alltag. Ein spannender Prozess mit ungewissem Ausgang, bei dem Lehrer, Schüler und Verantwortliche selbst von Schritt zu Schritt lernen und Erfahrungen sammeln. Wer und wie viele Schüler werden das Projekt nach den Sommerferien fortsetzen? Welche Erfolge kann JEKI auf dem Weg durch die vier Schuljahre verzeichnen? Was ist als Erfolg zu werten? In den Beobachtungen der Schüler, den Gesprächen mit Schullehrern und Musikerschullehrern, den Musikern, die sich für das Projekt engagieren, wie die Künstlerin Tabea Zimmermann, sowie den verantwortlichen Leitern und Initiatoren von JEKI entsteht ein lebendiges und vielfältiges Bild des großen Projektes.
[Kontakt: www.realfictionfilme.de

Kandidaten

D 2010, 78 min., Regie: Ayla Gottschlich
"Wer möchte sich zur Wahl zum Klassensprecher aufstellen lassen?" ruft die junge Klassenlehrerin Frau Amin. "Yannik, Yousef, Marcel. Sonst keiner?" in der letzten Reihe sieht man langsam einen langen Arm hochgehen. "Emanuel?"
Emanuel zögert, dann geht er mit seinen langen Beinen vorsichtig nach vorne. Er freut sich über seinen eigenen Mut, auch wenn die anderen skeptisch schauen. "Das sind unsere Kandidaten!" eröffnet Frau Amin stolz.
Doch dies ist keine gewöhnliche Fünf-Minuten-Abstimmung, denn Frau Amin nutzt die Gelegenheit, um den Schülern und Schülerinnen der Klasse 7a Themen wie 'Demokratie', ' Meinungsfreiheit' und 'Kinderrechte' näher zu bringen. Auf ganz subtile Weise schafft sie es, damit auch die Probleme in der Klasse anzusprechen.
[Kontakt: Filmakademie Baden-Württemberg]

Kinder von St. Georg, Teil 1 – Erste Schuljahre

D 2001, 93 min. Regie: Hermann Lorenz
Herbst 1999, an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Tamim, Freya, Klara, Mitchel und Nevena kommen im Hamburger Bahnhofviertel St. Georg in die Schule. Sechzehn verschiedene Nationen in der neuen Klasse erstaunen den Zuschauer. Die Kinder aber nicht. Für sie ist das selbstverständlich. Sie kennen nichts anderes. Auch die gelegentlichen Junkies auf dem Schulweg stören sie nicht wirklich. Die Welt, in die sie uns inmitten kultureller Vielfalt führen, ist -entgegen weit verbreiteter Erwartungen an das „Problemviertel St.Georg“- eine Welt selbstbewusster Kinder. Dort tobt ein Werden und Wachsen von Freundschaft und Eifersucht, Ausgrenzung und Neuentdeckung. Wer sich darauf einzulassen vermag, erlebt Dramen voller Spannung, Höhen und Tiefen
[Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ]

Klassenleben

D 2005, 88 min, Regie: Hubertus Siegert
Februar 2004. Luca, Marwin, Dennis, Johanna, Christian und 15 andere Kinder treffen sich zum Halbjahresbeginn in der Berliner Fläming-Schule. Sie gehören zur Klasse 5d, der Förderklasse der Schule, in der SchülerInnen extrem unterschiedlicher Fähigkeiten zusammen lernen. Vier der Kinder sind als behindert eingestuft, von lernschwach bis schwerbehindert, und werden nicht benotet. Die Klasse hat zwei Betreuerinnen, einige Fachlehrer und die Klassenlehrerin, Frau Haase. Sie gilt als streng, aber fair. Ihre große Liebe gilt dem Theater.
[Kontakt/Bezug: www.goodmovies.de]

Klassenkampf

D, 2007, 97 min, Regie: Uli Kik
Der Dokumentarfilmer Uli Kik beobachtet mit der Kamera ein Jahr lang eine 9. Klasse in einer Münchner Hauptschule, einer Schulform, die als Vorhof des sozialen Abstiegs gilt. Zu Wort kommen die wahren Experten in Sachen Hauptschule: eine Lehrerin, die ihre Schüler leibt und um deren Anwesenheit und Aufmerksamkeit kämpft. Ein Hausmeister, der einerseits per Videoüberwachung für Ordnung sorgt und der andererseits emotional mehr Anteil nimmt als mancher Elternteil. Und natürlich die Schüler, die gegen Aussichtslosigkeit und Pubertät zu kämpfen haben vor allem aber mit den Verhältnissen, aus denen sie stammen. Der Film schaut in die Entstehungs-Zusammenhänge der Probleme und findet Schüler, die ihr Leben unter schwierigen Bedingungen meistern und die dabei erstaunliche Fähigkeiten und Fertigkeiten haben.
[Kontakt: ulikick (at) aol.com]

leben 16

D 2004, 101 Min., Regie: Samir Nasr
„leben 16“ ist das Portrait von sieben 16-jährigen Schülern und Schülerinnen einer 11. Gymnasial-Klasse in Stuttgart.
Der Film begleitet die Jugendlichen im Unterricht und zu Hause. Schmerzhafte Szenen in den gefürchteten Mathematikarbeiten wechseln mit Einblicken in das Alltags- und Seelenleben der Jugendlichen und ihrer Sicht auf ihre Umwelt und in ihre Zukunft. Da sind Lorenz, der Klassenrebell, zuständig für die Organisation der LAN-Parties und latent versetzungsgefährdet. Ufuk, der fußballbegeisterte Türke, der sich größere Chancen auf ein besseres Leben erhofft, als seine Eltern es hatten. Iklime, eine junge Türkin, die zu Hause ausgezogen ist um zu lernen und die sich sehr stark mit ihrer Religion auseinandersetzt. Ricarda, die Schulsprecherin, die auf der Suche nach Antworten auf größere Fragen ist. Marijana, eine junge Kroatin, die nicht mehr als Jugendliche, sondern als Frau gesehen und behandelt werden will. Vivien, die ein wechselvolles Austauschjahr fern von Freund und Freunden in Frankreich verbringt. Schließlich Alex, der zu Hause in ständigem Konflikt mit seinem Stiefvater lebt und noch nicht weiß, ob er Abitur machen wird.
[Kontakt: SWR, Red. Stefanie Groß]

Lehrerzimmer – ein Schuljahr / Lehrer aus Leidenschaft

D 2009, 45 min, Regie: Klaus Martens
Es gibt sie noch, die engagierten Lehrerinnen und Lehrer, die Freude haben am Unterrichten und an den täglichen Fortschritten ihrer Schüler. Sie sind beliebt, denn sie können für ihren Unterrichtsstoff begeistern und haben deshalb auch viel Erfolg. Aber es gibt an den Schulen auch viel Resignation, Frust und Kommunikationsunfähigkeit. Ausgebrannte Lehrer, die sich von großen Klassen, ihren Schülern, immer neuen Testverfahren und Reformen überfordert fühlen. Sie sehen sich oft nicht in der Lage, einen originellen Unterricht und respektvollen Umgang mit den Schülern zu praktizieren. Das Paul-Klee-Gymnasium in Overath hat ein über 90-köpfiges Lehrerkollegium, das aus einem bunten Spektrum engagierter Vollblutpädagogen, aber auch enttäuschter Lehrerinnen und Lehrer besteht. Im Lehrerzimmer treffen täglich sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Visionen und Gefühlen aufeinander. Einige sind miteinander befreundet, andere haben Mühe, sich gegenseitig zu verstehen und zu unterstützen. 90 Lehrer, die rund 1.200 Schülerinnen und Schüler unterrichten.
Klaus Martens hat die Pädagogen ein Schuljahr lang beobachtet - in ihrem Lehrerzimmer. An der Nahtstelle zwischen Kultusministerium und Klassenraum, in der Tabuzone für die, die nicht zum Kollegium gehören, tragen die Lehrer ihre Konflikte aus. Hier sprechen sie über sich und ihre Schüler, diskutieren und urteilen.
[45-Min. Fassung für „Menschen hautnah“, WDR; 60 Min.-Fassung für WDR/3sat]

Lena, Stella, Ümmü und die anderen

D 2009, 45 min., Regie: Betty Schiel
Ausgelassen toben die Kinder durch die Flure. Lautstark singen sie ihren Lieblingssong: „Wo bist du, mein Sonnenlicht?“. Sie spielen, lernen, schimpfen und zerstören. Lena, Stella, Ümmü und die anderen gehen zusammen in eine Klasse. In der Gruppe checken sich die Kinder immerfort aus. Anscheinend ist Lena die Chefin, aber vielleicht sagt doch Stella den anderen, wo es langgeht. Patrick schaut sich das Ganze als Außenseiter an. Was er denkt, weiß man nicht wirklich. Und wenn Ümmü lacht, scheint die Sonne. Alltag in der M3, Mittelstufe der Hansaschule, einer Förderschule für geistig Behinderte in Gelsenkirchen Bulmke-Hüllen.
[Kontakt: B.Schiel (at) gmx.net]

Leuchten in der Finsternis

DokFilmreihe über die prekäre Ausbildungs- und Lebenssituation von sogenannten "bildungsbenachteiligten" jungen Menschen
derzeitiger Stand: Festivalauswertung

Teil 1: Mut tut Gut! Schulbildung. D 2012, 35 Min, Regie: Yola Kettermann-Grimm
Janine (17) hat eine rasche Auffassungsgabe. Ihr Vater stirbt als sie sechs Jahre alt ist. Aufgrund der familiären Lebensumstände wechselt sie jährlich die Grund- und Hauptschulen. Während ihre Mutter lebensbedrohlich an Krebs erkrankt ist, kümmert sie sich liebevoll um den Alltag ihre kleinen Schwester Tabasski. Förderung, Unterstützung sowie Flucht-, Schutz- und Gestaltungsräume sind für sie selbst rar. Ihre Begabungen, Fähigkeiten und Talente scheinen an ihren Lebensumständen zu zerbrechen...

Teil 2: Was bewegen... Ausbildung. D 2012, 43 Min., Regie: Yola Kettermann-Grimm
Tanja (17) hat ein großes Herz. Sie kümmert sich um ihre kleinen Geschwister und den Haushalt ihrer alleinerziehenden, berufstätigen Mutter. Dabei bleiben ihre schulischen Leistungen auf der Strecke. Ihr Erzeuger zwingt sie, mit vierzehn Jahren, eine ungeliebte Ausbildung als Zahnarzthelferin zu beginnen. Das geht schief. Nach einigen Umwegen und am Rande ihrer persönlichen Kraft erreicht sie jedoch ihr Traumziel, eine Berufsausbildung zur Verwaltungsfachangestellten.

[Kontakt: www.leuchteninderfinsternis.de , www.mediaedition.de]

Lisette und ihre Kinder

D 2008, 75 Minuten, Regie: Sigrid Klausmann
»Ich seh’ die Kinder wie sie sind. Ich überlege nicht, was dreh ich daraus, sondern was ist da alles vorhanden? Sie sind da und sie sind willkommen.« Lisette
Wie sieht die Welt in 20 Jahren aus? Was müssen wir unseren Kindern heute dafür mit auf den Weg geben? Wie können wir diese kleinen Wesen sinnvoll und hilfreich beim größer werden begleiten? Lisette, die auf viele Arten viel mehr ist, als ”nur“ eine Erzieherin, hat ihren ganz eigenen, unkonventionellen und leidenschaftlichen Weg gefunden. Hinreißend, voller Liebe und Humor erzählt der Film von Lisettes letztem Kindergartenjahr im ”Kleinen Kindergarten“. Die Dokumentation von Regisseurin Sigrid Klausmann und Produzent Walter Sittler (deren eigene Kinder bei Lisette in den Kindergarten gingen) inspiriert auf wundervolle Art neu für den aufreibenden pädagogischen Alltag von Eltern und Erziehern.
[www.lisette-film.de, eine DVD ist im Vertrieb von Beltz und edel erhältlich]

Menschenskinder

D 2009, 54 min., Regie: Jai Wanigesinghe
Der 9-jährige Michi geht in die 3. Klasse. Im Schulalltag eckt er durch sein Verhalten häufig an und provoziert Konflikte mit seinen Mitschülern. Die Situation führt seine Lehrerinnen nahezu an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Sie nehmen seine Schwierigkeiten jedoch ernst und versuchen, ihn mit kindgerechten Maßnahmen zu integrieren.
[Kontakt: Filmakademie Baden-Württemberg]

Mein Traum von mir. Das Ende der Schulzeit

D 2009, 2 x 45 min, Regie: Bernd Reufels / Anna Knauth / Frank Eggers
Das ZDF begleitet in seinem Zweiteiler fünf Schüler aus ganz Deutschland in ihrem letzten Schuljahr. Quer durch die Republik und quer durch alle Schulformen bietet dieses Projekt Einblick in das viel diskutierte deutsche Bildungssystem: denn wir sehen es mit den Augen der Schülerinnen und Schüler. Wir erleben mit, was es heißt im Schulstress zu stecken – und sich gleichzeitig entscheiden zu müssen, wie die berufliche Zukunft aussehen soll.
Teil 1: Zeit der Entscheidungen
Teil 2: Zeit der Zensuren
[ZDF, Programmschwerpunkt „Klasse ’09“]

My Home

D 2008, 88 min., Regie: Thorsten Kellermann
Ein Jahr lang hat Thorsten Kellermann SchülerInnen der Hauptschule Rendsburger Platz im Köln-Mülheim mit der Kamera begleitet. Die 15- bis 17-Jährigen erzählen von ihrem Leben und ihrer Musik, von ihren Träumen und Zukunftsplänen. Und sie nehmen die Kamera selbst in die Hand und dokumentieren ihren Alltag und das Lebensgefühl der Jugendlichen in ihrem Viertel.
[Kontakt: www.myhome-film.de]

Namibia – Generation X

D 2007, 92 Min., OT: en/dt. Regie: Thorsten Schütte
15 Jahre nach dem Ende der Apartheid in Namibia. Zum ersten Mal bereitet sich  eine ethnisch gemischte Klasse auf das Abitur in der früheren weißen Eliteschule vor: der Deutschen Schule in Windhoek, die das deutsche Bildungsideal hochhält und auch an ihre neuen Schüler vermitteln will. Der Film begleitet fünf Schülerinnen auf dem Weg zu den Abschlussprüfungen. Dabei erzählt er die Geschichten der neuen Generation von weißen und schwarzen Nambianern, die weiterhin nach unterschiedlichen Regeln und in getrennten Gemeinschaften leben.
[Kontakt: thorsten.schuette (at) filmakademie.de]

Schulen: Partner der Zukunft  - Sechs Schulporträts

D 2009, 6 Folgen à 15 min., Produktion: Deutsche Welle / Goethe-Institut
Eines haben die Renmin-Schule in China, die Delhi Public School Noida in Indien, die Rabin-Schule in Israel, die Mbambangalo High School in Südafrika, die Nefertari International School in Ägypten und die Izmir Kiz Lisesi in der Türkei gemeinsam: Sie gehören zum Partnerschulnetzwerk der Initiative „Schulen der Zukunft“ (PASCH). Sechs Kurzreportagen geben Einblick in den Schulalltag und in den Deutschunterricht der Schülerinnen und Schüler.
[Kontakt: www.pasch-net.de/mag/rep/deindex.htm]

Schwänzen macht Schule

D 2004, 58 min., Regie: Daniela Schmidt / Eva Schmitz
Die Filmemacherinnen wollten wissen: Was sind das für Kinder, die die Schule schwänzen? Warum drücken sie sich vor dem Unterricht? Warum verweigern sie das Lernen und was wollen sie damit zeigen? Auf der Suche nach Antworten stießen sie in Berlin auf spezielle Lernprojekte, die einzelnen Schulverweigerern alternatives Lernen vermitteln. Mehrere Monate begleiteten die Autorinnen fünf junge Aussteiger aus drei verschiedenen Projekten. Sie gaben ihnen kleine Digital-Kameras in die Hand, für die Kinder war dies spannend, für die Filmemacherinnen eine Möglichkeit, sich ihnen zu nähern. Im Film kommen Eltern, Lehrer, ehemalige Klassenkameraden und Projektmitarbeiter zu Wort.
[Arte – Ausstrahlung innerhalb des Themenabends „Schulverweigerer“]

Treibhäuser der Zukunft

D 2004, 115 min., Regie: Reinhard Kahl
Dies ist ein Film, der die Herzen all derer höher schlagen lässt, die selbst unter der Schule gelitten oder von einem Ort geträumt haben, an dem Lernen Freude macht. Der Hamburger Autor und Regisseur Reinhard Kahl hat solche Schulen gesucht – und er hat sie gefunden. „Treibhäuser der Zukunft“ stellt Schulen vor, die einen „anderen Umgang mit der Zeit“ pflegen, wie er sagt. Diese Lernorte können Vorbild sein für individuelle Förderung - auch in heterogenen Lerngruppen – sei es in einem gegliederten Schulsystem oder in einer Gemeinschaftsschule. Die portraitierten Schulen setzen nicht nur den 45-Minuten-Takt der Schulstunden außer kraft, sondern sie haben den Schulalltag grundsätzlich anders strukturiert. Der Film zeigt Kinder und Jugendliche, die hingebungsvoll allein oder gemeinsam mit ihrem Lernmaterial beschäftigt sind. Er lässt Lehrer zu Wort kommen, die keine Einzelkämpfer sind, sondern die sich bewusst für einen anderen Unterricht und der damit verbundenen Mehrarbeit entschieden haben.
[Kontakt: www.archiv-der-zukunft.de]

Wir leben im 21. Jahrhundert

D 2004, 60 min., Regie: Claudia Indenhock
Jasmin, Pascal und Patrick leben in Köln und haben keinen Schulabschluss. Im Projekt „Betrieb und Schule“ wollen sie die Hauptschule nachholen und gleichzeitig über ein Praktikum den Weg ins Arbeitsleben finden. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen. Vor allem die Suche nach einem Praktikums-Platz gestaltet sich zäh und lange Zeit ergebnislos. Doch Misserfolge einstecken gehört dazu, wie ihnen ein Lehrer immer wieder klarzumachen versucht. Jasmin kommt schließlich im Textileinzelhandel unter, Pascal im Straßenbau und Patrick in einer Fabrik. Leise beobachtend stellt der Dokumentarfilm drei unterschiedliche Charaktere vor, die er ein Jahr begleitet und deren individuelle Umgangsweise mit Erfolg und Niederlage er zeigt.
[Kontakt: Kunsthochschule für Medien Köln, info (at) indenhock.com]

Zertifikat Deutsch

D 2009 90 min., mit dt. UT, Regie: Karin Jurschick
Seit dem 1. Januar 2005 gibt es in Deutschland ein neues Zuwanderungsgesetz. Verordnet wird: die Integration: Wer hier bleiben will, muss sich intensiv mit Deutschland befassen, mit der Sprache, mit den Gegebenheiten: durch 600 Stunden Sprachkurs und 45 Stunden Orientierungskurs. Der Film begleitet Menschen aus China, Afghanistan, Marokko u.a. durch ihren Kurs: Was sollen sie wissen, um sich in Deutschland zu integrieren?
[Kontakt: jurschick (at) aol.com]

Doku-Soaps / (Scripted-)Reality TV

Die Promi-Pauker

D 2010, 5 Folgen à 45 min. Autor: Andreas Hutzler, zdf neo
Heide Simonis (Ex-Ministerpräsidentin), Manuel Andrack, (Autor und Sidekick von Harald Schmidt) und Gülcan Kamps (Moderatorin auf Pro7) geben für 14 Tage Unterricht an einer Gesamtschule in Brühl. Die Doku-Soap ist eher ein Experiment für die drei Personen, die es gewohnt sind, „in der Öffentlichkeit zu stehen“ und die lernen müssen, dass es gar nicht so einfach ist, 36 Köpfe eine Stunde lang zu beschäftigen. Die drei Hobbypädagogen arbeiten nach einwöchiger Vorbereitung unter Anleitung erfahrener Lehrer, dürfen keine Ego-Show abliefern, sondern müssen nach Lehrplan Deutsch, Biologie oder Englisch unterrichten. Am Ende erhalten sie Zeugnisse der Schüler wie der Lehrer

Die Schulermittler / Die Schulermittler im Einsatz

D 2010, mehrere Wochenstaffeln, je Folge à 25 min., Produktion: Stampfwerk Medienproduktions- und vermarktungs GmbH
In der neuen Serie zeigen die Teams von Sozialarbeitern und Sozialpädagogen, wie sie im Falle von Gewalt, Diebstahl oder Körperverletzung an Schulen von der Polizei eingesetzt werden. Alle Folgen beruhen „auf Geschichten wahrer Einsätze“; die Schüler sind gecastet, die Geschichten werden nach Drehbüchern von den Beteiligten nachgespielt.  

Die Superlehrer

D 2009, 10 Folgen à 30 min.,  Produktion: Constantin Entertainment
Ohne den Hauptschulabschluss eine Lehrstelle zu bekommen, ist kaum möglich, für den Besuch vieler Berufsfachschulen ist er Grundvoraussetzung. Nicole, Patrick, Harun und 13 andere Berliner Schulabbrecher im Alter von 16 bis 22 Jahren bekommen eine neue Chance: Innerhalb des Dokutainment-Formats "Die Superlehrer" versucht ein Team von Lehrern und Sozialpädagogen, den Jungen und Mädchen doch noch zum Hauptschulabschluss zu verhelfen. Nur 14 Wochen haben "Die Superlehrer" Zeit, um aus perspektivlosen Hartz-IV-Aspiranten engagierte und motivierte Kandidaten für den Arbeitsmarkt zu machen, die eine Qualifikation vorweisen können. Die zehnteilige Doku-Serie zeigt den Unterricht und den Lebensalltag der Jugendlichen. Für die Dreharbeiten wurden Schüler wie Lehrer gecastet: ein Sozialpädagoge verließ das Projekt vorzeitig.

Das Internat Schloss Salem

D 2004,  5 Folgen á 26 min., Regie: Florian Fickel, Ko-Regie: Lukas Schmid, Frank Pfeiffer
Das nächste Schuljahr steht vor der Tür. Der 13 Jahre alte Zwissi macht sich auf den Weg nach Schloss Salem. Wie immer sitzt er allein im Flieger - von nun an wird er auf sich gestellt sein und die Zeit mit seinem Mentor Heiner Nickles, seinem Freund Konstantin Wolff und den Klassenkameraden verbringen. Internatsleiter Dr. Bueb begrüßt interessierte Eltern am Tag der offenen Tür. Wortgewandt und pointenreich erläutert er seine Philosophie des Internats, während Zwissi und der freche Konstantin zurück in den Alltag kehren: Für das zweite Schulhalbjahr stehen ihnen der tägliche morgendlichen Dauerlauf, das Mittagessen mit dem Silentium und die Hausaufgaben unter der Aufsicht ihres Mentors bevor. Geht es bei den Kleinen noch übersichtlich und gesittet zu, sieht das im Mädchenflügel der Mittelstufe schon anders aus. Mentorin Birte Domianus führt bei ihren Schützlingen einen Alkoholtest durch, denn die Regeln in Sachen Alkohol sind streng. Überhaupt muss die Mentorin ein Donnerwetter loslassen, damit der Haufen kichernder Mädchen sich beruhigt und endlich die chaotischen Zimmer aufräumt. Alltag auf Schloss Salem - zu Beginn des Schuljahres müssen sich alle wieder daran gewöhnen.

Internationale Filme ab dem Jahr  2000/01

Entre les Murs (Die Klasse)

F 2008, 128 min., Regie: Laurent Cantet
Lehrer und Schriftsteller François Bégaudeau spielt sich selbst als Lehrer einer Klasse in einem Pariser Vorort. Der Spielfilm mit dokumentarischen Zügen gewann 2008 die Goldene Palme in Cannes.

Etre et avoir (Sein und Haben)

F 2002, 104 min., Regie: Nicolas Philibert
Ein Schuljahr in einer Dorfschulklasse in der französischen Auvergne, in der ein einziger Lehrer 13 Zöglinge vom Vorschulalter bis zur 5. Klasse gleichzeitig unterrichtet. Ein Initial-Film zum Thema Schule, dem viele folgten.

Hold me tight let me go

GB 2007, 100 min., Regie: Kim Longinotto
Spucken, schreien, schlagen – das gehört zum Alltag der Kinder wie der Betreuer an der Mulberry Bush Schule in Oxford. Auf 108 Schüler kommen 40 Betreuer und oft scheint Anzahl wie die schier unendliche Geduld des Personals nicht ausreichend.
Kim Longinotto gelingt es, die Protagonisten des Films für sich selbst sprechen zu lassen. Ohne didaktischen Ton macht der Film deutlich, dass dies keine Monster sondern „verwundete“ Kinder sind, die mit Hilfe der Betreuer lernen, ihre von Erwachsenen zugefügten Wunden zu lokalisieren und in Eigenverantwortung zu heilen.

On the Way to School

Türkei 2009, 81 min., Regie: Orhan Eskilköy; Özgür Dogan
Der junge türkische Lehrer Emre Aydin wir von der Regierung in ein abgelegenes kurdisches Dorf geschickt, um dort zu unterrichten. Nach seiner Ankunft zu Beginn des Schuljahrs tauchen die SchülerInnen zunächst gar nicht auf. Als die Klasse schließlich versammelt ist, stellt Aydin fest, dass kaum ein Schüler türkisch spricht. Er fühlt sich wie ein Fremder im eigenen Land, ist aber entschlossen, seine Aufgabe zu erfüllen. Die Filmemacher begleiten ihn ein Schuljahr lang.
[Kontakt: www.perisanfilm.com/school ]

Quand les enfants décrochent (A wie Ausstieg)

F 2004, min., Regie: Bernard Martino
Immer mehr Kindern fällt es schwer, sich an die schulischen Lernvorgaben anzupassen. Wir leben in einer Welt, in der nicht alle Eltern ihrem Erziehungsauftrag nachkommen (können oder wollen), der aber immer mehr vom schulischen Erfolg der Kinder abhängig ist. Ist die Schule der Ort, wo man sich dieser Widersprüche bewusst ist? Oder funktioniert sie eher als Druckverstärker, der die Erwartungen der Eltern ungefiltert an die Kinder weitergibt? Muss man sich eher Gedanken über die kleinen Rebellen oder über die Eltern machen, die ihrer Rolle nicht mehr gerecht werden? Der Dokumentarfilm zeigt eine Grundschule in Bagnolet in Paris. Dort wird deutlich, wie unterschiedlich die Kinder mit den Erwartungen der Schule zurechtkommen. In Charleville-Mézières in den Ardennen begegnet der Filmemacher in einer „class relais“ Jugendlichen, die schon aus dem Schulsystem ausgestiegen sind und in einer Maßnahme des staatlichen Erziehungssystems und des Justizministeriums ihre letzte Chance erhalten. Bei jedem der Jugendlichen, so die erschreckende Einsicht der dort tätigen Lehrerin, hat das Abgleiten aus der gängigen Schullaufbahn schon in der Grundschule begonnen.
[Arte – Ausstrahlung innerhalb des Themenabends „Schulverweigerer“]

La vie par les bords (Schule als zweite Chance)

F 2005, 55 min., Regie: Fabrice Cazeneuve / Francois Bon
Argenteuil ist eine Industriestadt im Norden von Paris. Die „Dalle d’Argenteuil“ ist als sozialer Brennpunkt bekannt. Hier konzentrieren sich alle Probleme, die für Jugendliche aus der Pariser Banlieue typisch sind. Auch im Gymnasium Fernand Léger machen die Konflikte vor den Toren  der Schule nicht Halt, in den Schulklassen sitzt eine bunte Mischung von Jugendlichen aus aller Welt, und die Lehrkräfte wechseln mehr als anderswo. Diejenigen, die bleiben, tun alles, damit die Jugendlichen in der Arbeitswelt akzeptiert werden und Chancen erhalten.
Der Dokumentarfilm  begleitet die jungen Menschen bei ihrer Berufsausbildung und bei Praktika in Altersheimen, Krankenhäusern und Fabriken der Pariser Umgebung. Es entsteht das Porträt einer Jugend mit ihren Erwartungen und Träumen. Wie bereiten sich diese jungen Menschen auf eine Zukunft vor, die durch ihre Herkunft schon vorgezeichnet zu sein scheint? Eine Frage, auf die angesichts der immer wiederkehrenden Krawalle in den französischen Großstädten eine Antwort gefunden werden muss.

Wenn ich eine Blume wäre …

CH 2007, 50 min., Regie: Barbara Burger
Jana, Renad, Haris, Shantuya und Joana sind zwölf und leben in Bern. Alle gehen in die Kleinklasse, weil sie in der Regelklasse nicht mitgekommen sind. Während im Klassenzimmer die Radiergummis und manchmal die Fetzen fliegen, erzählen sie von Bosnien, Sri Lanka, Portugal und von ihren Aufgaben zuhause; Shantuya übersetzt ihren Eltern Stellenanzeigen.
[Kontakt: Zürcher Hochschule der Künste, Fachrichtung Film]

Zuoz

A/F 2007, 69 min., Regie: Daniella Marxer
Zuos ist eine Reise in ein von der Außenwelt abgeschlossenes Elite-Internat in den Schweizer Bergen. Ein Labyrinth aus Räumen und Gängen, das nie verlassen wird, das die Bewohner aber unablässig durchqueren, vorbei an Türen, die sich öffnen auf Detailaufnahmen ihres Daseins.
[Kontakt: www.zeugma-films.fr]

Schultausch

NL 2003, je  Film 15 min.  Regie: Ingeborg Jansen
In der Serie von Dokumentarfilmen für Kinder besuchen Kinder jeweils für eine Woche die Schule einer anderen Konfession.
So besucht der 11jährige Joeri eine christliche Schule und wird dort in einem Bibelquiz abgefragt. Asha besucht eine islamische Schule und Junior eine „freie“ Schule. Ob es Himmel und Hölle gibt, was das Wort „frei“ eigentlich bedeutet, das erfahren die Zuschauer, indem sie den Schulwechsel mit erleben.
Geeignet für Kinder ab 9 Jahre
[DVD des Goethe-Instituts: Junge Helden, Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche]

Filme vor dem Jahr 2000

Frau Siebert und ihre Schüler

D 1996, 118 Min, Regie: Hans-Dieter Grabe
„Rundherum ein Kreis und ein kleiner Strich“. Sechs Erwachsene sprechen im Chor. Dabei schreiben sie, was sie sprechen, zuerst einmal mit dem Finger auf den Tisch, in die Luft und auf den Rücken des Nachbarn. Harald Böttcher (39) versucht, sich dem kleinen ‚a’ auf seine Weise zu nähern: „Rundherum ein Kreis und ein kleiner Stock.“ Freitagnachmittag in einem Wohnheim für geistig behinderte Erwachsene. Ingrid Siebert, Lehrerin an einer Schule für Behinderte, stellt sich hier einmal in der Woche einer besonderen Herausforderung: […] Ihre sechs erwachsenen Schüler sind schwerer geschädigt, als sie es bisher in ihren Berufsjahren erlebt hat. Trotzdem versuchen sie mit ihrer Hilfe lesen und schreiben zu lernen. Unendlich mühsam und langsam. Aber voller Begeisterung. […]
Ingrid Siebert: „Sie werden bestimmt niemals Sätze schreiben können. Aber sie sollen Spaß haben an dem, was hier geschieht, und insgesamt wacher werden. Sie sollen an Selbstwertgefühl gewinnen und sich ernst genommen fühlen. Das ist meine Aufgabe: dafür zu sorgen, dass jeder sein Erfolgserlebnis hat, dass sie alle beglückt nach Hause gehen. Um am begücktesten bin dann ich.“

High School

USA 1968, 75 min., Regie: Frederick Wiseman
Das Portrait der Northeast High School in Philadelphia zeigt den Alltag der Schüler aus der wohlhabenden weißen Mittelschicht als Prozess einer ständigen Disziplinierung und die Lehrer als Vertreter konservativer Werte. Lakonisch zeigt Wiseman den Unterricht, in dem den Schülern und Schülerinnen jeder Individualismus ausgetrieben wird. Der Film ist eine Kritik an der amerikanischen Erfolgsgeschichte, deren Preis Reglementierung und Normierung ist.
[Kontakt: distribution (at) arsenal-berlin.de]

High School II

USA 1994, 220 min. Regie: Frederick Wiseman
25 Jahre nach seiner ersten Schulerkundung begibt sich der Regisseur ein weiteres Mal in eine Schule, mit der er einen konkreten Gegenentwurf präsentiert. Die Central Park East Secondary School in Spanish Harlem, New York fördert durch neue Lehrmethoden und den Schwerpunkt auf reflektierendes Handelns („Habits of Mind“) die Selbstständigkeit der Schüler. Deutlich wird der Druck der sozialen Wirklichkeit (Drogenprobleme, Rassismus, Familienkonflikte), die häufig zum Anlass von beeindruckenden Debatten im Unterricht werden. Im Laufe des Films versteht man, warum die Schule im Vergleich zu anderen Lehreinrichtungen erfolgreich ist und über 90 Prozent der Schüler den Übergang in die Universität schaffen.

Keine Pause für Löffler. Ein Lehrer und seine 6c

DDR 1973/74, 71 min., Regie: Winfried Junge
Im Gegensatz zur geordneten Normalität der Golzower Landschule begibt sich der Regisseur Winfried Junge hier in die vergleichsweise anarchischen Verhältnisse einer Berliner „Problemklasse“ – bis dato ein Tabu in Film und Fernsehen der DDR. Ein Vierteljahr begleitet die Kamera den jungen Lehrer Löffler, der mit unorthodoxen und für die DDR geradezu antiautoritären Methoden versucht, den Schülern Partner zu sein. Sichtbar wird die Ambivalenz eines Schulsystems, das jedem eine Chance bietet und keinen zurück lässt, an dessen ständigem Disziplinierungsdruck der Einzelne aber auch zerbrechen kann; das alle Möglichkeiten zum Lernen bietet, aber die Lust daran oft erstickt. Dies erregte das Missfallen des Ministeriums für Volksbildung, das den Film zunächst verhinderte. Gerettet wurde er durch den nachträglich produzierten Kommentar des bekannten Kinderbuchautoren (und langjährigen Lehrers) Uwe Kant, der die aufgezeigten Probleme nicht verschweigt, sondern in seiner doppelbödig-ironischen Art als produktive Widersprüche beschreibt. Von ihm stammt auch der Titel des Films, der sich deutlich auf Alfred Wellms Roman „Pause für Wanzka“ bezieht. Die Geschichte eines eigenbrötlerischen Lehrers, der gegen den Strom schwimmt, hatte 1968 große Wellen geschlagen – ähnlich leidenschaftliche Diskussionen löste nun dieser Film aus.
[Kontakt: Progress Filmverleih]

Klassenkampf (La loi du collége)

F 1995, 5-teilige Serie á 28 min., Regie: Mariana Otero
Anfang September, der erste Schultag. Schüler, Lehrer und Aufsichtspersonal bereiten sich auf das Miteinander im neuen Schuljahr vor. Neuerungen sind angesagt: durch die Verkürzung der Unterrichtszeit können die Schüler ihre Hausaufgaben noch in der Schule erledigen. Ryad, ein Junge aus der achten Klasse, organisiert auf eigene Verantwortung einen Tanzkurs. Schon bald ereignen sich die ersten Zwischenfälle.
[Arte- Ausstrahlung 2004]

Lehrer im Wandel

D 1962, 12 Min., Regie: Alexander Kluge
Auf verlorenem Posten. Eine Gesellschaft, die Bildung eigentlich nicht will, schafft ein Zerrbild des Lehrers (A. Kluge). Gegeben wird ein kurzer Abriss der Geschichte des Schulwesens von der Antike bis in die 60er Jahre. In einer Collage aus dokumentarischem und historischem Material und anhand der Lebensgeschichten dreier Lehrer beschreibt Kluge die bildungsfeindliche Haltung der staatlichen Elite.
[Kontakt: Deutsche Kinemathek, Berlin]

Récréation

F 1998, 94 min., Regie: Claire Simon
Die Welt des Pausenspielplatzes, eine kleines Land der Spiele und der Politik, wo die Bürger kleine Kinder sind. Claire Simon hat sich einen Traum erfüllt und eine Welt wiederentdeckt, die Teil des Gedächtnisses von uns allen ist.

Warrendale

CND 1967, 100 min., Regie: Allan King
Warrendale ist eine Schule für emotional gestörte Kinder in Toronto. Der Film begleitet sieben Wochen lang zwölf Kinder und ihre Therapeuten, die sie zwingen, sich ihrem Schmerz zu stellen. Zentrum des Films sind Bilder der Kinder, die ihre unbezwingbare Wut ausagieren und dabei körperlich von den Mitarbeitern festgehalten werden. CBC entschied den Film nicht auszustrahlen, da die Heranwachsenden eine „obszöne“ Sprache redeten, die damals im Fernsehen nicht vorkommen durfte. Der Film wurde Anlass zu einem Streit rund um Zensur und Ausbeutung der Kinder. Er gewann zahlreiche Festivalpreise und war der internationale Durchbruch Allan Kings. Heute gilt er als ein Meilenstein des cinéma vérité.

Wenn ich erst zur Schule geh’

DDR 1961, 13 min., Regie: Winfried Junge
Nachdem der Kameramann Hans Dumke wenige Tage zuvor noch den Bau der Berliner Mauer gefilmt hatte, baute er nun seine Kamera vor dem Fenster der ersten Klasse einer Landschule im Oderbruch auf. Anlass war die Einführung der zehn-klassigen allgemeinen Schulbildung auf dem Land und die Idee von Karl Gass, einen Schulanfang zu begleiten.
Anschließend folgten zahlreiche weitere Filme und es entstand die ausführlichste Langzeitbeobachtung der Filmgeschichte.
Weitere Titel:
Nach einem Jahr
Elf Jahre alt
Wenn man vierzehn ist
Die Prüfung
[Kontakt: Progress Filmverleih]

Ankündigung

Ein Jahrhundert Ophüls – Filmgeschichte von Max Ophüls bis Marcel Ophüls

Symposium vom 13. -17. November 2017 in der FH Dortmund und der KHM Köln

Max Ophüls und Marcel Ophüls - Vater und Sohn - zählen zu den großen international anerkannten Filmregisseuren des deutschen, französischen und amerikanischen Kinos im 20. Jahrhundert.

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Buchpräsentation Band 20,
Texte zum Dokumentarfilm

Sichtbar machen.
Politiken des Dokumentarfilms

Sonntag, 12. November 2017, 12.00 Uhr,
41. Duisburger Filmwoche,
in der Filmwerkstatt Goldstraße

"Der Film zeigt nicht nur Bilder, er umgibt sie auch mit einer Welt."

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Ankündigung

DOKFENSTER KÖLN 2017

12 x Dokumentarfilm für Kölner Schulklassen
Montag, 20. November bis Freitag, 24. November 2017
im Kino Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln (Haltestelle U- und S-Bahn Hansaring / U-Bahn Ebertplatz)

Programmflyer

Das DOKFENSTER KÖLN öffnet innerhalb des Kinderfilmfests CINEPÄNZ wieder ein Fenster mit dokumentarischen Filmen und lädt Kölner Schulklassen ins Kino ein.

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Band 19, Texte zum Dokumentarfilm

Raymond Depardon
IRRFAHRT

aus dem Französischen von Marcus Seibert

Depardon begibt sich auf eine ungewöhnliche Reise, ohne Ziel und ohne geplantes Projekt, auf der Suche nach einem für ihn akzeptablen Ort. Er wählt einen Fotoapparat und eine Optik aus, und entscheidet sich - anders als die klassischen Regeln der Fotografie - dafür, den Horizont seiner Bilder stets in die Bildmitte zu nehmen und nur im Hochformat zu fotografieren.

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Audio-Dokumentation

Das NRW-Filmerbe

Neben dem Abschlussbericht dokumentieren wir das dfi-Symposium zum NRW-Filmerbe mit Tonaufnahmen der Vorträge und Panels.

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Video-Dokumentation

Bilderströme

Die Video-Dokumentation des Symposiums ist online. Außerdem online sind Presseecho und Fotos der Veranstaltung. Zum Abspielen der Videos bitte auf die großen Bilder klicken.

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